SPD-Ortsverein Prenzlau

JETZT MITZEICHNEN! - Petition für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Angermünde-Stettin im Bundestag

„Der Petitionsausschuss des Bundestages hat am 30. November 2017 die eingereichte Petition zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Angermünde-Stettin zur Mitzeichnung freigegeben.“, teilt Stefan Krüger, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Prenzlau, mit. Er hatte die Petition im Bundestageingereicht. „Jetzt heißt es online diese regionale Forderung aktiv zu unterstützen. Die Petition kann bis zum 28.12.2017 unterzeichnet werden.“

>> Hier direkt zur Petition

 

Nachdem sich zuletzt der Kreistag des Landkreises Uckermark in einem gemeinsamen Beschluss fraktionsübergreifend für das zweite Gleis zwischen Passow und Grenze einsetzte, ist die Petition ein weiterer Schritt, um das Thema gegenüber dem Bund mit Nachdruck zu vertreten. „Mit der Petition fordern wir den Bundestag auf, den zweigleisigen Ausbau dieses letzten Teilstücks der Bahnstrecke zu beschließen. Ich sehe dies als notwendigen Schritt, um sachliche und fachliche Argumente, regionale und landespolitische Befürwortungen gegenüber dem Bund zum Ausdruck zu bringen. Mit der Petition machen wir nochmals deutlich, dass der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Berlin – Stettin für die wirtschaftliche, politische und strategische Entwicklung der Metropolregionen von immenser Bedeutung ist.“ 

Nicht nur die Anbindung an den Hauptstadtflughafen BER, sondern auch die länderübergreifende Verflechtung mit Polen sind auf das Engste mit der Zweigleisigkeit der Strecke verbunden. Ausdruck findet dies in den regelmäßigen deutsch-polnischen Bahngipfeln sowie im „deutsch-polnischen Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung der Eisenbahnverbindung Berlin–Stettin (Szczecin)“ vom 20.12.2012, in welchem der zweigleisige Ausbau von Passow bis zur Grenze festgelegt ist. Auch im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes bekennt sich der Bund zum Ausbau der Strecke, die ein Kosten-Nutzen-Faktor von 6,2 aufweist.

Die außerordentliche Bedeutung des Projekts unterstreicht das Bundesverkehrsministerium, indem die Strecke zusätzliche Mittel aus dem Zukunftsinnovationsprogramm erhält und damit deutlich schneller geplant und realisiert wird. Die Deutsche Bahn hat jedoch vom BMVI den Auftrag bekommen, den letzten Abschnitt der Bahnstrecke von Passow bis zur polnischen Grenze nur eingleisig auszubauen. Ein eingleisiger Ausbau des Teilstücks konterkariert alle wirtschaftlichen und politischen Interessen zwischen Berlin und Stettin.

„Mit dem eingleisigen Ausbau inklusive Elektrifizierung etc. wird die Strecke zwar infrastrukturell aufgewertet, aber man wird der Bedeutung der Strecke für die regionale Zukunft nicht gerecht. Eine engere Taktung sowie zugleich die Vereinbarkeit von Güter- und Personenzügen werden nicht möglich. Bis zum Kriegsende 1945 existierte ein zweites Gleis. Dieses wurde als Reparationsleistung demontiert. Es gibt keinen plausiblen Grund für die Eingleisigkeit und es entsteht der Eindruck der Bund will lediglich einen aufgewerteten Nachkriegszustand fördern.“, erläutert Stefan Krüger. Die Verhinderung der Zweigleisigkeit würde die Eingleisigkeit auf Jahrzehnte mit Nachteilen für beide Metropolen zementieren. „Außerdem gefährdet das eingleisige Planrechtsverfahren die bisherige zweigleisige Widmung. Ob Baurecht für eine spätere Zweigleisigkeit dann jemals wieder geschaffen werden kann, darf stark bezweifelt werden. Dann ist der Zug für uns in der Region abgefahren.“, erklärt Krüger.