Prenzlau: Wünsche der Jugendlichen miteinbeziehen

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Die SPD Prenzlau informiert zu der aktuellen Berichterstattung über die Ruhestörungen am Nordufer. Im Artikel des Uckermark Kuriers wurden aus redaktionellen Gründen nur kurze Passagen der Presseanfrage abgedruckt. Daher stellen wir Ihnen unser vollständiges Statement sehr gerne zur Verfügung.

Gibt es aus Ihrer Sicht genug Angebote für Jugendliche in Prenzlau?

Jugendliche folgen ihren eigenen Gesetzen und wollen in der Freizeit wenig oder gar nicht betreut werden. Nach unserem Wissen wollen sie einen Ort, an dem sie ungestört laute Musik hören können, der gut erreichbar ist und Schutz vor Wind und Wetter bietet. Dafür ist der Pavillon natürlich nicht optimal geeignet. Ich wüsste auch nicht, ob ein zusätzlicher Jugendclub das Problem löst. Denn hier sind die Jugendlichen wieder an Regeln und Zeiten gebunden, was sie ja gerade nicht wollen und daher ihre Freizeit selbstbestimmt im Freien verbringen.

Wenn nicht: Wo sehen Sie Verbesserungspotential, was müsste sich ändern?

Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Ruhestörungen verhindern, Nachtruhe einhalten und für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Das geht nicht von allein. Da müssen alle mithelfen. Eltern, die die Aufsichtspflicht haben, die Schulen, die gemeinsame Aufklärung betreiben, Streetworker, die die Sprache der Kids sprechen, und die Polizei, die den öffentlichen Alkoholkonsum streng kontrolliert. Ein grundsätzliches Verbot verlagert das Problem nur. Damit ist keinem geholfen – also geht es nur miteinander. Außerdem sollte man die Meinungen der Jugendlichen in Erfahrung bringen – sie direkt miteinbeziehen und dann auch ihre Ideen umsetzen. Nur wenn man die Bedürfnisse wirklich kennt, kann man gemeinsam Lösungen entwickeln!

Sehen Sie Probleme bezüglich Ruhestörung, Vandalismus und Alkoholkonsum am Nordufer/Uckerpromenade oder an anderen Stellen in der Stadt?

Natürlich gibt es diese Probleme – ich finde es aber toll, dass sich junge Leute treffen und die Zeit miteinander verbringen, statt nur zuhause zu sitzen und aufs Handy zu starren. Sie müssen aber die Grundregeln einhalten und dürfen den Bogen nicht überspannen. Es gibt klare Regeln – daran haben sich Jugendliche zu halten. Wenn nicht, müssen sie mit den Konsequenzen leben.